Häufige Fragen (FAQ)

 

Auf dieser Seite finden Sie Fragen, die mir oft gestellt werden.

Deshalb hoffe ich, Ihnen mit diesen Antworten weiterhelfen zu können.

Gerne berate ich Sie bei einem kostenlosen und unverbindlichen „Schnuppertermin“ (ca 30 Minuten, nach Vereinbarung). Ab Frage 8 habe ich übrigens einen neuen Abschnitt zum aktuellen Thema "E-drums" eingefügt-siehe unten.

Foto: Peter Wesche

 

1. Mein Kind ist 8 und hat viel Spaß daran, auf Töpfen Sofas und anderen Dingen zu trommeln. Woran merke ich, ob sein Interesse ernst ist und ab wann kann es anfangen, drumset zu spielen?

Ihr Kind tut gerade Alles, woran man echtes Interesse erkennt und viele Menschen fangen mit etwa 8-10 Jahren an, drumset zu spielen. Aus meiner Sicht ist das ein gutes Alter für den Einstieg, da die Beine lang genug sind, um auch die Fußpedale eines Schlagzeuges zu erreichen. Ich habe übrigens auch auf dem Sofa meiner Großmutter begonnen. Dann habe ich auf einem von meinem Vater gebastelten Schlagzeug aus Persil- Waschmittel-Trommeln und Tchibo-Kaffee-Dosen weitergemacht. Und dann kam langsam, Stück für Stück, ein richtiges Schlagzeug. Welches? Das auf der Startseite, ein TAMA- drumset aus der „Superstar“ Serie. Nach bald 25 Jahren spiele ich es immer noch!

2. Brauche ich  gleich ein Schlagzeug, wenn ich das Instrument erlenen will?

Nein, nach etwa 3-5 Monaten ist es aber notwendig. Für den Anfang reicht ein Paar Stöcke, ein altes Kissen oder Ähnliches (zum Spielen, man muß ja irgendwo draufhauen...) und ein CD- Spieler (oder natürlich ein anderes Abspielgerät) mit Kopfhörer. Es macht nämlich sehr viel Spaß schon am Anfang etwas mit der Musik mitzuspielen....auch wenn es vielleicht noch nicht so ganz perfekt ist....

3.Was kostet ein gutes Instrument für Anfängerinnen und Anfänger?

Obgleich es immer wieder neue Angebote gibt, pendelt sich der Preis für ein neues Schlagzeug bei etwa 750 EUR ein. Von gebrauchten Instrumenten rate ich ab, es sei denn, ein erfahrener Musiker kommt mit und berät Sie. Für Neulinge ist der Zustand eines gebrauchten Schlagzeuges nur sehr schwer zu beurteilen.

4. Spielt man Schlagzeug nach Noten?

Das ist wie bei jedem andern Instrument möglich und sinnvoll, aber ich lege vor allem in der ersten Zeit Wert auf andere Dinge, als zu sehr am Notenblatt zu „kleben“. Notenkenntnisse sind also keine unbedingte Notwendigkeit! Irgendwann sind Noten dann eine wichtige und schöne Quelle der Inspiration. Und es erscheinen regelmäßig neue Hefte, Bücher, DVD´s und Tipps und Tricks im Internet.

5. Schlagzeug spielen stelle ich mir sehr schwer vor, mit beiden Händen und beiden Füßen gleichzeitig...kann ich das auch?

Ich denke  daß jeder Schlagzeug spielen kann, der es lernen möchte.  Man sollte nur nicht gleich versuchen, Hände und Füße sofort und völlig unabhängig einsetzten zu wollen. Das ist einfach eine Überforderung. In Wahrheit wird für die allermeisten Rhythmen ein Körperteil, zumeist der linke Fuß, ruhig gehalten, bzw. kommt kaum zum Einsatz. Ein schöner, aber deshalb auch sehr schwerer Rhythmus ist der Bossa Nova aus Brasilien. Dort werden alle vier Gliedmaßen gleichzeitig eingesetzt. Aber die Tatsache, daß der linke Fuß oft Pause hat, müssen Sie  ja nicht überall rumerzählen-schließlich lassen wir Schlagzeuger uns auch gerne bewundern....

6. Ich bin etwa 55 Jahre alt, kann ich dann noch Schlagzeug spielen lernen?

Es gibt für mich keinen Grund, warum man es nicht versuchen sollte. Ich unterrichte sehr gerne auch ältere Menschen und habe selber relativ spät angefangen - mit 16 Jahren. Und mal ganz ehrlich...wen außer der eigenen Eitelkeit interessiert es eigentlich, wann man mit Spielen angefangen hat? Das einzige, was für mich wirklich zählt, sind Spaß bei der Sache und der Klang, der entsteht. Wichtig ist, sich selbst Zeit zu geben und sich nicht dauernd zu überfordern.

7. Ein Schlagzeug ist doch sehr laut-wo kann ich Üben?

Tasächlich ist ein Schlagzeug (im Englischen heißt es übrigens „drumset“) ein lautes Instrument und da gibt es schon mal Probleme. Einige Lösungsansätze aus meiner Schülerschaft und aus meiner eigenen Erfahrung sind:
 

  1. Ein Schlagzeug kann man dämpfen-dadurch verliert es seinen Klangcharakter nicht wirklich, wird aber deutlich leiser.
  2. Anstelle von Stöcken, mit denen normalerweise gespielt wird, kann man auch sogenannte Ruten (kein Witz, sie heißen wirklich so) verwenden, die deutlich leiser sind.
  3. Neuentwickelte Netze anstelle der Schlagfelle auf den Trommeln sorgen für einen absolut leisen Ton, damit kann man praktisch rund um die Uhr üben. Eine ähnliche Wirkung haben auch Gummiplatten als Dämpfer. Wem das zu aufwendig ist-einfach alte Handtücher auf die Trommeln legen.
  4. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und verhandeln Sie Übezeiten für sich oder Ihre Kinder.
    Wenngleich einige Menschen zu Haaren auf den Zähnen neigen, wenn es um das Thema Lautstärke geht, lassen sich doch auch immer wieder verständnisvolle Zeitgenossen finden...nur zu!
  5. Fragen Sie z.B. in Kirchen, Jugendtreffs, Musikgeschäften oder bei Vermietern von Proberäumen nach, ob sich dort etwas machen läßt. Gerne helfe ich Ihnen auch persönlich weiter, vermittle oder vermiete aber keine Räume direkt.
  6. Tun Sie sich mit anderen „Betroffenen“ zusammen!
  7. ...und zu guter Letzt: Wenn Sie in einem Mietshaus wohnen, suchen Sie sich einen schönen Tag aus und verteilen Sie Kuchen und Gehörschutz (gibt es in der Apotheke) an die Hausgenossen, das wirkt oft Wunder!

Alle, die heute Schlagzeug spielen kennen diese Probleme - alle haben es irgendwie geschafft. Sie kriegen es auch hin- da bin ich mir sicher!!

8. Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung E-drums?

Diese Abkürzung steht für "electronic drums", also ein Schlagzeug, das mit Stöcken gespielt wird, aber über eine elektronische Klangerzeugung verfügt.

9. Wie kann man sich das genau vorstellen?

Das akustische Schlagzeug besteht aus Ständern, Trommeln und Becken. Ein E-drumset  aus Ständern, Schlagflächen (Pads) und einem Soundmodul. Das Modul erzeugt die Klänge, die Schlagflächen sind mit Kabeln mit dem Soundmodul verbunden. Damit man etwas hören kann, sind ein Kopfhörer oder eine Verstärkeranlage notwendig, die an das Soundmodul angeschlossen werden.

10. Weshalb wurden E-drums entwickelt, es gab doch schon das akustische Schlagzeug?

E-Pianos wurden ebenfalls entwickelt, obwohl es natürlich auch schon Klaviere und Flügel gab. Ich denke, daß neben den akustischen Vertretern auch Instrumente erfunden wurden, die mit Strom arbeiten. Sie sind dem Original oft sehr nahe, bieten aber andere Möglichkeiten. Und das freut viele Menschen.

11. Was ist denn der wichtigste Vorteil bei E-drums im Vergleich  zu akustischen Schlagzeugen?

Da statt der Trommeln und Becken sogennante "Pads" (Schlagflächen) verwendet werden und der Klang im Soundmodul erzeugt wird, ist ein E-drumset wesentlich leiser als ein akustisches Instrument. Und soll es auch sein, daran arbeiten alle Hersteller.

12. Gibt es einen klanglichen Unterschied?

Die Hersteller von E-drums sind daran interessiert, vier Arten von Klängen anzubieten.

a) Da wäre als Erstes die Imitation des akustischen Schlagzeugs zu nennen. Der Unterschied ist klein, aber gegeben.

b) Die zweite Gruppe von Klängen sind die elektronischen Sounds, die eben auch nicht nach dem akustischen Vorbild klingen sollen.

c) Ethnische und Orchesterinstrumente, wie z. B. Congas, Bongos, Shaker, Cowbells, Pauken und Gongs.

d) Effekte im Sinn des Wortes. Da ist erlaubt, was gefällt: Schritte, Gewittergrollen, Tropfen, Maschinengeräusche und Ähnliches.

13. Kann ich mit einem E-drumset Aufnahmen erstellen?

Ja, mit etwas Interesse an Technik ist das problemlos möglich. Man muß sich nur etwas Zeit nehmen und die jeweiligen Gebrauchsanleitungen ein wenig lesen.

14. Wie funktioniert das genau?

Unabhängig vom Hersteller gibt es 2 Möglichkeiten:

1. Die Aufnahme im Soudmodul selber.

2. Die Aufnahme unter Verwendung eines externen Aufnahmegerätes, wie z.B. eines PC´s, Mac´s oder Tablets. Dazu muß das E-drum Modul mit dem Aufnahmegerät kommunizieren. Die gespielte Musik wird in Daten umgewandelt. Es handelt sich dabei um sogenannte Midi-Daten. Hier ist allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit nötig, auch muß man sich gerne mit Technik beschäftigen. Deshalb haben die Hersteller auch oftmals die Aufnahme im Gerät selber (Möglichkeit 1, siehe oben) implementiert. Diese Funktion ist zum Üben ideal, da sofort auf Knopfdruck aufgenommen werden kann, ohne weitere Einstellungen vornehmen zu müssen.